Ruine der Felsenburg Regenstein
Ruine der Felsenburg Regenstein

Burg- und Festungsruine Regenstein    -   Teil 2

Burg Regenstein, Aufgang zur Hauptburg. Burg Regenstein, Aufgang zur Hauptburg.

Der heutige Aufgang zur Ruine der Burg führt durch den ehemaligen Burggraben, vorbei an den Kasematten im Fels.

Burg Regenstein, die Felsenburg. Burg Regenstein, die Felsenburg.

Man kann die Felsenburg auf zwei Wegen betreten. Das Bild zeigt den ersten, den östlichen Aufgang.

Für Fototouren ist es wichtig, den Felsen auf einem Weg zu betreten und auf dem anderen zu verlassen. Sonst verpasst man Teile der Ruine.

 

Teile der Treppenstufen wurden ausgebessert und sind in einem trittfestem Zustand.

 

Wir haben diesen Weg als Abstieg gewählt und gehen nördlich weiter an den ersten Höhlen vorbei zur Poterne.

Burg Regenstein, die Felsenburg. Burg Regenstein, die Felsenburg.

Diese Höhlen befinden sich auf der Rückseite (Nordseite) der Burg, die im Mittelalter durch ihre Höhenlage sturmfrei und damit sicher war. Der Felsblock wurde einmal komplett mit einem Höhlengang durchbohrt, der Poterne. Höhengestaffelt gehen Höhlen seitwärts ab.

 

Was im frühen Mittelalter, ohne Artillerie, sicher war, konnte mit dem Aufkommen der Feuerwaffen zusammengeschossen werden.

 

Der Torbogen besteht aus Bruchsteinmauerwerk, das noch von der mittelalterlichen Burg stammen könnte.

Burg Regenstein, Eingang in die Poterne durch den Felsen. Burg Regenstein, Eingang in die Poterne durch den Felsen.

Die Poterne führt durch den gesamten Felsblock. Links und rechts zweigen Höhlen ab. Es gibt Meinungen, dass Teile der Höhlen natürlichen Ursprungs sind.

Burg Regenstein - Felsenhöhle neben der Poterne Felsenhöhle neben der Poterne

In allen Höhlen befinden sich künstliche Bohrungen und Einkerbungen, die auf Fassungen für Balken und Bretter hindeuten. Metallteile aus der Vergangenheit haben wir aber bisher nicht entdeckt. Das hat aber keine Bedeutung, da bei der Ruinierung der Burg wahrscheinlich alles entfernt wurde. Ebenso bei der Schleifung der Festungsanlagen 1758.

Burg Regenstein, Raum mit gemauertem Stützpfeiler. Burg Regenstein, Raum mit gemauertem Stützpfeiler.

Höhle der Kapelle St. Niklaus mit einem gemauertem Stützpfeiler aus der Festungszeit.

Burg Regenstein - die Poterne von der Südseite. Burg Regenstein - die Poterne von der Südseite.
Burgruine Regenstein - Höhle links der Poterne. Burgruine Regenstein - Höhle links der Poterne.

Auch auf der Südseite besteht der Torbogen aus Bruchsteinmauerwerk. Die linke Mauer, aus behauenen Stein düfte schon der Festung zu zuordnen sein.

Burgruine Regenstein - die Höhlen hinter dem Bergfried. Burgruine Regenstein - die Höhlen hinter dem Bergfried.
Burg Regenstein - Aufgang zur Plattform. Burg Regenstein - Aufgang zur Plattform.
Burg Regenstein, die Aussichtsplattform. Burg Regenstein, die Aussichtsplattform.
Burg Regenstein 2003, Aussichtsplattform. Blick über den Bergfried nach Osten. Burg Regenstein 2003, Aussichtsplattform. Blick über den Bergfried nach Osten.

Von der Aussichtsplattform hat man einen sehr guten Rundblick über die gesamte Anlage und den Nordharz. Das Geländer am Nordhang ist gewöhnungsbedürftig. Hier geht es steil bergab zum Aufgang der Burg und man sollte schwindelfrei sein.

 

Nach Süden fällt das Gelände der Burg relativ flach ab, ehe der Steilhang kommt. Im Norden und Nordwesten geht es sofort abwärts!

Burg Regenstein, der Verlorene Posten Burg Regenstein, der Verlorene Posten

Der Legende nach stand auf diesem Felssporn ein hölzernes Postenhaus, das bei einem Sturm am Regenstein mitsamt dem Posten einfach weggeweht wurde.

 

Die Geländer aus DDR-Zeiten wirken primitiv und wenig vertrauenderweckend, sind aber absolut stabil!

Burg Regenstein, eine Höhle oberhalb der nördlichen Kurtine. Burg Regenstein, eine Höhle oberhalb der nördlichen Kurtine.
Festung Regenstein, Blick auf die Ludwigsburg. Festung Regenstein, Blick auf die Ludwigsburg.

Im April 2004 war die Vegitation noch nicht soweit, alles im Grün zu verstecken.

 

Von der Westseite der Burg herab zur Ludwigsburg fotografiert.

 

Im Sommer ist hier nichts mehr zu erkennen!

 

Durch die vorgelagerten Werke sollte die Schwachstelle der Festung Regenstein geschützt werden.

 

Zwischen der Ludwigsburg und dem Regenstein befindet sich der sogenannte Grüne Hof, ein Bereich mit Wirtschaftsbauten der Festungsanlage

Burg Regenstein, Felsengewölbe. Burg Regenstein, Felsengewölbe.

Das südliche Vorgelände ist durchzogen von Felsräumen und Aushauungen der mittelalterlichen Burg. Auch hier wurden Stufen ausgebessert und trittfest gemacht. Die gesamte Anlage erschliesst sich dem Besucher nur sehr schwer. Hinweistafeln zum Ort, dem Gebäude oder sonstige Erklärungen sind leider nicht vorhanden.

Burg Regenstein, Felsenhöhlen. Burg Regenstein, Felsenhöhlen.

Nach Dr. K. Bürger [4] soll sich in einer der Aushöhlungen im 19. Jahrhundert ein Tanzboden für die Touristen befunden haben. Und wo hat die Kapelle gespielt?

Felsenburg Regenstein, Höhlen und Reste des Bergfrieds. Felsenburg Regenstein, Höhlen und Reste des Bergfrieds.

Bei nasser Witterung sollte man ohne entsprechendes Schuhwerk einige Wege nicht begehen! Stellenweise kann der Fels extrem rutschig sein. Die gefährlichsten Stellen waren im August 2013 zwar schon ausgebessert worden, trotzdem muss man es ja nicht darauf an kommen lassen. Wie oben bereits erwähnt, sind die Geländer stabil, aber wenn man daneben greift ... .

Burg Regenstein, Sockel des Bergfrieds. Burg Regenstein, Sockel des Bergfrieds.

Das südliche Gelände der Felsenburg erhebt sich etliche Meter über das Niveau der Vorburg. Allerdings befindet sich vor dem Bergfried ein tiefer Graben, ausgeführt als Halsgraben. D.h. er hatte ein offenes Ende (Vorburg) und ein geschlossenes Ende (Bergfried). Mit den entsprechenden Mauern war die Burg mindestens sturmfrei. Eine tiefgestaffelte Toranlage machte auch einen Überraschungsangriff fast unmöglich. Der direkte Zugang zur Kernburg war nicht möglich, sondern erfolgte über mind. 3 Tore und Zwingeranlagen, die teilweise durch Türme geschützt waren.

Burgruine Regenstein Burgruine Regenstein

Auf der Anlage befinden sich 32 Felsräume, die aber nicht alle zugänglich sind. Hier z.B. vom Tor aus mit dem Tele fotografiert. Vom Burggelände aus ist dieser Raum und die Stufen fast unsichtbar.

Burg Regenstein, Rekonstruktionszeichnung nach W. Braun. Burg Regenstein, Rekonstruktionszeichnung nach W. Braun.

Nach dieser Reko hat die Burg mindestens vier Tore und der Bergfried steht zentral zum Schutz der Hauptburg.

 

 

Bei Aufgabe einer Burg und nachfolgender Ruinierung sind bei den meisten Burgen noch viele Mauerreste vorhanden.

 

Auf dem Regenstein ist mittelalterliches Mauerwerk kaum vorhanden.

Burg Regenstein, Blick vom Bergfried in den Halsgraben. Links unten das Teufelsloch. Burg Regenstein, Blick vom Bergfried in den Halsgraben. Links unten das Teufelsloch.

Für eine mittelalterliche Höhenburg waren steile Felsen und hohe Mauern ein erheblicher Vorteil im Falle eines Angriffs. Ausreichend Lebensmittel und vor allem Wasser sorgten zumindest für eine langwierige und aufwendige Belagerung. Wasser war auf dem Regenstein ein Problem, da keine Quelle o.ä. vorhanden ist. Hier kamen nur Zisternen und andere Behälter in Frage. Das Fassungsvermögen dürfte gering gewesen sein.

 

Beim Regenstein bedeutete die Erstürmung einer Toranlage noch lange nicht die Eroberung der Burg. Der Gegner befand sich erstmal in einem Zwinger und stand vor dem nächsten, höhergelegenen Tor.

Regenstein, das Loch. Regenstein, das Loch.

Die Bedeutung dieses Fundaments/Loches ist uns unklar und muss noch ergründet werden.

 

Eventuell war es ein Turmfundament, eine Regenwasserzisterne oder beides.

Burg Regenstein, Blick vom Bergfried auf das östliche Vorfeld. Burg Regenstein, Blick vom Bergfried auf das östliche Vorfeld.

Bei einer ernsthaften Belagerung hätte die Burg Regenstein aber einen schweren Stand gehabt. Kein Brunnen, nur Zisternen! Entsatztruppen konnten nur aus süd/südöstlicher Richtung heran kommen.

 

Das östliche Vorfeld überhöht die Vorburg, kann eingesehen und beschossen werden. Bei den damals üblichen Wurfmaschinen war fast die gesamte Burg in Schussweite.

Burg- und Festungsruine bei Blankenburg im Nordharz. Raubgrafentunnel Bergfried Vorburg Teufelsloch Papenberg Schanzen Sandhöhlen Preußische Festung Raubgrafenkasten Graf von Regenstein Bastion Scharfe Ecke Felshöhlen Kasematte Erdschanzen Ludwigsburg Heerstraße Sandsteinhölen Grüner Hof Regensteinmühle Bastion Mühlberg

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