Ruine der Felsenburg Regenstein
Ruine der Felsenburg Regenstein

Westseite der Festung

An drei Seiten konnte die Festung Regenstein gut befestigt werden. Schwachstelle war die Einbuchtung der westlichen Flanke, mit einem steil ansteigendem, aber nicht sturmfreien Gelände. Erschwerend kam hinzu, dass das gesamte Gelände der Festung von Westen aus eingesehen werden konnte. Für notwendige Erdarbeiten fehlten Personal und Mittel. So wichtig war die Festung Regenstein dann doch nicht.

Festung Regenstein - Westseite, von der Felsenburg aus gesehen Festung Regenstein - Westseite, von der Felsenburg aus gesehen

Der Bau von Erdschanzen und Ravelins am Hang des Felsens sollte das Vorfeld der Festung in westlicher Richtung erweitern und die Reichweite gegnerischerischer Artillerie verringern. Der Grüne Hof und die Ludwigsburg waren stark ausgebaute Stützpunkte. Eine treppenförmige Anlegung der Schanzen erschwerte zwar einen Angriff, machten ihn aber nicht unmöglich.

Festung Regenstein - westlich abfallendes Gelände mit der Bastion Mühlberg Festung Regenstein - westlich abfallendes Gelände mit der Bastion Mühlberg

Für eine Verteidigung der Westflanke war schwere Artillerie unbedingt notwendig. Nur schwere Kaliber mit grosser Reichweite konnten die ingenieurtechnische Annäherung des Gegners verhindern. Diese schweren Geschütze waren auf dem Regenstein aber nie vorhanden.

 

Im September 1757 reichte die Androhung der Franzosen "Man werde schweres Geschütz auffahren ... ." für eine kampflose Übergabe der Festung durch die Preußen aus. [1] [4]

 

1758 erfolgte der Angriff der Preußen auf die isolierte Festung Regenstein. Durch eine Artillerieschanze auf dem gegenüberliegenden Papenberg soll es den Preußen gelungen sein, das Brunnenhaus der Festung mit einem Schuss zu zerstören. [1], [4], [6]

 

(Die Schanze ist nachgewiesen, der Schuss aber selbst ist nicht nachweisbar!)

Schanze auf dem Papenberg - Blick auf den Regenstein Schanze auf dem Papenberg - Blick auf den Regenstein

Der westliche Aufzug (Höhenmeter gegenüber dem Umfeld) der Festung war katastrophal.

Wenn man sich das Gelände der Festung unbewaldet vorstellt, wird klar, dass der Regenstein voll einsehbar war. Die Reichweite damaliger schwerer Artillerie hätte gereicht, um die Festung zu bombardieren. Bei dieser Entfernung zwar alles Zufallstreffer, aber zumindest die moralische Wirkung auf die Besatzung wäre erheblich gewesen.

Festung Regenstein - Ansicht der Festungsoberfläche Festung Regenstein - Ansicht der Festungsoberfläche

Der Aufzug der Festung in nord-, nordöstlicher Richtung lag unterhalb der Bastion Neu-Brandenburg. Allerdings wurde dieser überhöhte Punkt durch die Bastion und Erdschanzen gedeckt. Die Bollwerk Wilhelmburg mit vorgelagerten Erdwerken bot zusätzliche Sicherheit.

Festung Regenstein - Blick auf das Bollwerk Wilhelmsburg mit Dreieckschanze Festung Regenstein - Blick auf das Bollwerk Wilhelmsburg mit Dreieckschanze

Aus den mir bekannten Quellen ergeben sich keine Hinweise, ob das Festungsgelände mit Laufgräben oder ähnlichen Erdwerken nach Westen geschützt waren. Da der Regenstein nie eine Kriegsfestung war, ergab sich aus der mangelhaften Ausrüstung mit Personal und Artillerie eine minderwertige Befestigungsanlage auf dem Regenstein.

Burg- und Festungsruine bei Blankenburg im Nordharz. Raubgrafentunnel Bergfried Vorburg Toranlage Papenberg Schanzen Sandhöhlen Preußische Festung Raubgrafenkasten Graf von Regenstein Bastion Scharfe Ecke Felshöhlen Kasematte Erdschanzen Ludwigsburg Heerstraße Sandsteinhöhlen Grüner Hof Regensteinmühle Bastion Mühlberg

Druckversion Druckversion | Sitemap
Thomas Krieg | Dies ist eine private Seite ohne kommerzielle Interessen