Ruine der Felsenburg Regenstein
Ruine der Felsenburg Regenstein

Die Ruine des Regensteins

Der Sandstein des Regensteins ist weich und der Witterung und den Besuchern ausgesetzt. Mauerwerk verfiel, wurde abgetragen oder mangelhaft restauriert. In den Aussenwerken hat sich die Natur das Gelände zurück erobert. Die Tourismusindustrie im 20. Jahrhundert hat teilweise irreparable Schäden hinterlassen. Trotzdem, der Regenstein scheint ein interessantes Ausflugsziel zu sein.

Mauerteil der Festung Regenstein. Mauerteil der Festung Regenstein.

Es gibt keine offizielle Seite zum Regenstein, die Ruine wird unter "ferner liefen" abgehandelt. Andere Kommunen preisen unwichtige "Denkmäler" als "die besten" und "grössten" Bauten in Sachsen-Anhalt. Beim Regenstein ist das nicht so, anscheinend fehlt hier auch die notwendige Lobby. So geht es am Regenstein mal vorwärts und mal rückwärts.

Die Gesamtanlage "Regenstein" ist ziemlich gross und sicherlich nicht mit 3,00 €/Besucher am Tag zu unterhalten. Die Eintrittspreise sind human und dürften die Personalkosten kaum decken. Der Regenstein an sich ist also erst mal nicht kostentragend. Wenn die Touris aber Geld in der Kommune Blankenburg lassen, könnte es anders aussehen.

 

Das Auto abstellen, ist eine jederzeit zulässige Unsitte. Wie sowas auf dem Museumsgelände des Regensteins möglich ist .., .

Parken an der Festung Regenstein. Parken an der Festung Regenstein.

Das kann man so machen. Das Auto parkt dort ganz gewöhnlich. Das da eine Höhle zum Fotografieren verschandelt wird, ist anscheinend niemandem bewusst oder es interessiert niemanden. (Ich fasse es nicht!)

Die Ausschilderung des Flächendenkmals Regenstein kann man als "vorhanden" bezeichnen. Von richtig und wegweisend kann keine Rede sein. Wir sind da mit OSM und GPS unterwegs - ist besser für die Orientierung.

Festung Regenstein - Bollwerk Neu Brandenburg. (Foto: 2003) Festung Regenstein - Bollwerk Neu Brandenburg. (Foto: 2003)

Das Bollwerk Neu-Brandenburg von der Bastion Mühlberg aus fotografiert. Deutlich erkennbar sind Geländerreste und Teile einer Beschilderung. Begehbar ist das Bollwerk nicht mehr. Wahrscheinlich ist für eine zeitgemäße Absicherung der Anlage kein Geld vorhanden. Um zum Bollwerk zu gelangen, müsste der Weg durch den Felsgraben führen. Leider ist mir nicht bekannt, bis zu welchem Zeitpunkt man das Bollwerk besichtigen konnte.

Festung Regenstein - Bollwerk Neu Brandenburg 2013 Festung Regenstein - Bollwerk Neu Brandenburg 2013

Im August 2013 ist das Bollwerk völlig zugewachsen und die Touristen dürften es wohl kaum als wichtiges Aussenwerk der Festung Regenstein wahrnehmen.

Bei unserem Besuch im Juli 2018 wurden die Geländer der Felsenburg frisch gestrichen.

Burg Regenstein - Geländer streichen. (Foto: Juli 2018) Burg Regenstein - Geländer streichen. (Foto: Juli 2018)

Abgesehen vom dem zunehmenden Vandalismus kleiner Teile der Touristen, dürften Naturschutz und Geldmangel die Hauptgründe für den schleichenden Verfall des Regenstein sein.

 

In der Festung ist der Verfall deutlich erkennbar. Alter, Witterung und Wildwuchs schädigen das noch vorhandene Mauerwerk. Betroffene Bereiche werden abgesperrt, statt saniert. Die Spitze der Bastion Scharfe Ecke ist 2016 abgebrochen. 2017 sind die Bereiche abgesperrt.

2017 habe ich die Studie einer Universität gefunden, die vorschlägt, den Regenstein mit Glas-Stahl-Konstruktionen, in denen sich die Besucher bewegen, zu schützen. An dieser Stelle hoffe ich mal, dass Geldmangel eine solche Verschandelung verhindert. Bisher hat sich jede dieser Konstruktionen, die ich an mittelalterlichen Wehrbauten gesehen habe, als absolute Zerstörung des Gesamtbildes ergeben. Denkmalschutz in allen Ehren, aber bitte nicht mit gesichtslosen Elementen, die einem "Zeitgeist" entsprechen.

 

Durch eine fehlende offizielle WEB-Site ist die Gesamtanlage "Regenstein" kaum bekannt. Nur Ortskundige und Fans fassen die Ruine, die Höhlen, die Regensteinmühle und die Aussenwerke der Festung als ein Ausflugsziel zusammen.

 

Den Regenstein betrachte ich als Flächendenkmal, unabhängig von meinem Interesse an der Burg und Festung.

Ausgrabungen am Regenstein

Dokumente zu Ausgrabungen am Regenstein sind schwer zu finden. Bei [1] gibt es Fotos und Texte zur ernsthaften Ausgrabungen und Hinweise zur Schuttberäumung im Festungsgelände um 1988.

 

<< Baustelle >>

 

- Ausgrabungen 1931-1934 Burg und Festung

- Ausgrabungen 1990-1992 Burg und Festung

 

Da die Burg und Festung Regenstein flächenmässig sehr gross ist, dürfte allein die gärtnerische Instandhaltung Mittel erfordern, die schlichtweg nicht vorhanden sind. Die Erdschanzen vom Bewuchs frei zu halten, ist nicht möglich.

 

An den Bastionen ist der Abbruch von Verblendmauerwerk bedenklich. Die Witterung, insbesondere Wasser und Frost schädigen das Bauwerk. Absperrungen sind die logische Folge. Hinter den Absperrungen wuchert die Natur - eine endlose Kette.

 

Bei den Aussenanlagen wird es nicht besser! Hier spielt der Naturschutz mit. Die Ludwigsburg mit den vorgelagerten Schanzen ist kaum noch erkennbar. Wieder Absperrungen; Wildwuchs der Natur. Gelände nicht begehbar. (Für beliebige Werte von *nicht*.)

 

Regensteinmühle - Ausgrabung und erste Rekonstruktion der Wasserräder

 

Die 1758 zerstörte Regensteinmühle wurde erst 1988 bis 1991 "wiederentdeckt" und freigelegt. Danach ist der ehemalige Mühlgraben auf 490 m Länge, ein Wehr und die Schieberanlage wiederhergestellt worden. Aus den Resten der Ausgrabungsfunde wurden die Wasserräder rekonstruiert und neu aufgebaut. Auf die Wiederherstellung von Gebäuden ist aus Kostengründen verzichtet worden.

 

(Von den ersten Wasserrädern habe ich leider keine Fotos.)

 

Regensteinmühle - zweite Rekonstruktion der Wasserräder

 

Der Werkstoff Holz ist vergänglich, wenn er nicht ständig gepflegt wird. 20 Jahre später befanden sich die Wasserräder in einem schlechten Zustand und wurden erneut rekonstruiert. Brücken, Wehre und der Schieber wurden neu aufgebaut.

Regensteinmühle - Schieber vor den Kanälen. (Foto:  2016) Regensteinmühle - Schieber vor den Kanälen. (Foto: 2016)
Regensteinmühle - Wasserrad. (Foto: 2016) Regensteinmühle - Wasserrad. (Foto: 2016)

Was uns bei den Besuchen des Regensteins immer wieder aufgefallen ist - eine mangelhafte Beschilderung. Der Einheimische und der vorbereitete Wanderer kommen damit klar, die haben eh eigene Karten dabei. Der fremde Touri irrt am Regenstein umher. Das wird auch bei vielen Wanderberichten bemängelt.

Festung Regenstein - Hinweisschild zur Fünfeckschanze. (Foto: 2017) Festung Regenstein - Hinweisschild zur Fünfeckschanze. (Foto: 2017)

Das Schild zur Fünfeckschanze steht nicht etwa am Wegesrand, sondern gut versteckt, mit abgefaulten Ständern, mitten im Wald. An einen Baum gelehnt. Der normale Wanderer sieht das Schild garnicht!

Stand 07/2018 hat diese Seite im Mittel 50 Besucher pro Tag. Das wären 17.500 pro Jahr. Wenn man grob schätzt, wieviele Internetnutzer den Regenstein wirklich besuchen und Geld in Blankenburg lassen - eigentlich sollte sich eine offizelle Seite zum Regenstein rechnen.

 

Wenn ich meinen persönlichen Zeitbedarf zur Pflege der Site bedenke, schleichen sich erste Zweifel ein, wenn man das professionell machen will.

Burg- und Festungsruine bei Blankenburg im Nordharz. Raubgrafentunnel Bergfried Vorburg Teufelsloch Papenberg Schanzen Sandhöhlen Preußische Festung Raubgrafenkasten Graf von Regenstein Bastion Scharfe Ecke Felshöhlen Kasematte Erdschanzen Ludwigsburg Heerstraße Sandsteinhöhlen Grüner Hof Regensteinmühle Bastion Mühlberg

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