Ruine der Felsenburg Regenstein
Ruine der Felsenburg Regenstein

Sandhöhlen am Regenstein

Entlang der alten Heerstraße gibt es Sandsteinhöhlen. Dazu muss man den Regenstein verlassen und über das westliche Vorfeld der ehemaligen Festung wandern. Die Höhlen liegen T-förmig auseinander. Westlich liegen Höhlen und die Regensteinmühle, östlich die Höhlen im Heers. Der Einstieg in die Wanderwege kann direkt vom Parkplatz oder von einem Abzweig der Bastion Scharfe Ecke aus erfolgen. Festes Schuhwerk ist hier eine Bedingung, da es teilweise sehr urban und extrem rutschig wird.

 

(August 2017. Die Bastion Scharfe ist teilweise abgebrochen. Aus Sicherheitsgründen wurden Wege gesperrt, so dass der Einstieg nur über den Parkplatz erfolgen kann.)

 

Der Abstieg erfolgt vom Parkplatz aus über den Raubgrafenweg in Richtung der Ludwigsburg. An der Ludwigsburg vorbei weitergehend, trifft man auf einen breiten Wanderweg, die alte Heerstraße.

Regenstein - Sandsteinhöhlen (OpenStreetMaps-Daten) Regenstein - Sandsteinhöhlen (OpenStreetMaps-Daten)

Die Sandhöhlen waren Bestandteil der Festungsanlage und hinter ihnen liegen Erdschanzen, die heute kaum noch zu erkennen sind.

Der extrem feine Sand am Regenstein wurde im Mittelalter als Scheuersand für Fussböden u.ä. abgebaut. Die Höhlen sind von Menschen gemacht und wurden wahrscheinlich vChr. auch als Thing-Plätze genutzt. Vom Vorwerk "Ludwigsburg" aus kommend, liegen links vom Weg auf der Alten Heerstraße die Kleinen Sandhöhlen. Geht man rechts, erreicht man die Großen Sandhöhlen.

Nordwestliche Sandhöhlen

Vom Vorwerk kommend biegt man auf der Heerstraße nach links ab.

 

Es gibt mehrere Höhlenkomplexe links und rechts des Weges, die aber gut erreichbar und zugänglich sind. Die Verschmutzung der Höhlen hielt sich 2013 in Grenzen. Graffiti ist kaum vorhanden.

 

Die  Sandhöhlen sollen in vorchristlicher Zeit als Thingplätze benutzt worden sein. Für die Festung wurden die Höhlen mit in das Verteidigungskonzept eingebunden und Erdschanzen errichtet. Hinter den Erdhöhlen machen die Aussenwerke einen Schwenk nach Süden und ziehen sich bis zur Regensteinmühle und dem künstlichen Wassergraben hin.

Burg Regenstein - nordwestliche Sandhöhlen Burg Regenstein - nordwestliche Sandhöhlen
Sandsteinhöhlen am Regenstein, südlich der Heerstraße Sandsteinhöhlen am Regenstein, südlich der Heerstraße

Der Verschmutzungsgrad der Höhlen und Vorplätze ist gering. Allerdings sind alle Höhlendecken schwarz vom Ruß der Lagerfeuer, die dort anscheinend regelmässig veranstaltet werden. Graffity ist hier zum Glück nirgendwo vorhanden.

Sandsteinhöhlen am Regenstein, südlich der Heerstraße Sandsteinhöhlen am Regenstein, südlich der Heerstraße
Sandhöhlen am Regenstein, südlich der Heerstraße Sandhöhlen am Regenstein, südlich der Heerstraße

Alle Höhlen sind mit neuzeitigen Gravuren versehen, die sich in den weichen Sandstein leicht einritzen lassen.

Sandhöhle am Regenstein, südlich der Heerstraße Sandhöhle am Regenstein, südlich der Heerstraße
Sandhöhlen am Regenstein, nördlich an der alten Heerstraße gelegen. Sandhöhlen am Regenstein, nördlich an der alten Heerstraße gelegen.

Hinter den Sandhöhlen befinden sich Reste der Erdschanzen des äusseren Festungsrings. Im nordwestlichen Teil verlaufen die Werke parallel zu Alten Heerstraße.

Erdschanze hinter den nordwestlichen Sandhöhlen Erdschanze hinter den nordwestlichen Sandhöhlen

Die Erdschanzen zu erkennen, ist etwas schwierig, da sich die Natur im Laufe der Jahrhunderte das Gelände zurück erobert hat. Die drei- bis fünfeckigen Schanzen fallen an der Aussenseite (meist in Richtung Norden) steil ab. Im Zentrum befindet sich eine Senke, die der Infanterie Schutz bot und haben meist einen Ausgang, der in Richtung der Festung zeigt.

Höhlenkomplex, nördlich der Heerstraße Höhlenkomplex, nördlich der Heerstraße

Diese Erdhöhlen werden derzeit (2017) noch wenig besucht. Drohnenflüge sind möglich, aber nur anspruchsvoll machbar, da unterhalb der Baumkronen zu fliegen ist. Für Kameras, die Panorams können, ist das Gelände kein Problem.

Nordöstliche Sandhöhlen beim Heers

Entlang der Heerstraße wird der Regenstein in Richtung Osten umgangen. Danach geht es etwas aufwärts zu den Höhlen. Die Höhlen bestehen natürlich nicht aus Sand, sondern aus Sandstein. Der Name Sandhöhlen hat sich aber eingebürgert.

 

Bei entsprechendem Licht, kann von diesem Weg aus der Regenstein fotografiert werden:

 

- der Verlorene Posten

- das Schwarze Loch

- Panorama des Regensteins

Die Sandhöhlen am Fuß des Regensteins. Von der Burg aus fotografiert. (Entfernung ca. 500 m)

 

Der Name "Heers" lehnt sich an die Bezeichnung der Heerstraße an, die durch dieses Waldgebiet führte.

Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins

Entgegen allen Erwartungen, waren die Sandhöhlen gut besucht. Die Verschmutzungen sind bei unserem Besuch 2017 noch gering.

Allerdings war eine kleine Höhle bereits als Toilette benutzt worden. Reste von aktuellen Feuerstellen waren vorhanden, aber weit und breit keine Gläser, Flaschen, oder leere Büchsen zu sehen.

Das Objekt der Großen Sandhöhlen bietet sich für Panoramafotos oder Drohnenfilme regelrecht an. Wochenenden sind zu vermeiden, dann sind zuviele Menschen unterwegs.

Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins
Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins

Alle Höhlen sind schwarz vom Rauch der Feuer und mit Gravuren versehen. Graffity fehlt zum Glück völlig!

Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins Sandhöhlen am Heers unterhalb des Regensteins

Die Fotomotive an den Großen Sandhöhlen sind beeindruckend. Hier gilt besonders: Lieber einmal mehr auf den Auslöser drücken, als sich später zu sagen: "Ach, hätte ich doch ... ."

Sandsteinfelsen bei den Höhlen im Heers Sandsteinfelsen bei den Höhlen im Heers

Der Sandstein am Regenstein ist weich und zerbröselt zu feinem "Ostsee-Sand". Eigentlich ist jedes Betreten der Felsen ein Schritt in den Verfall, da der Sandstein dabei abgenutzt wird.

Sandsteinfelsen bei den Höhlen im Heers Sandsteinfelsen bei den Höhlen im Heers

Ein betrachtenswerter, kleiner Felsen aus weichem Sandstein. Irgendwann ist er weg!

 

Der Felsen ist der Witterung, dem normalen Besucherstrom und den Vandalen ausgesetzt. Sandstein hat dem wenig entgegen zu setzen, er wird ganz einfach zu Sand.

Der Regenstein von den Sandhöhlen aus gesehen. Der Regenstein von den Sandhöhlen aus gesehen.

Ansicht des Regensteins von den Großen Sandhöhlen aus. Einer der besten Punkte, um den Felsen von "hinten" zu fotografieren. Weiter nördlich befindet sich ein weiterer Aussichtspunkt, vom dem aus gut fotografiert werden kann.

 

Bei unserem Besuch 2017 hatten wir diesen Standort ausgeblendet, obwohl nur ein paar hundert Meter von den Sandhöhlen entfernt. Das war sicherlich ein Fehler.

Der Regensteinblick. (Karte erstellt aus OpenStreetMap.org) Der Regensteinblick. (Karte erstellt aus OpenStreetMap.org)
Der Regenstein von den Sandhöhlen im Heers aus gesehen. Der Regenstein von den Sandhöhlen im Heers aus gesehen.

Der Regenstein aus ca. 500 m Entfernung. Mit entsprechendem Teleobjektiv sehr gut zu fotografieren. (Dieses Foto entstand ohne Stativ. Im Sitzen mit der P900 fotografiert, der sogenannte Jägersitz.) Bei diesem Motiv ist die Tageszeit und der Sonneneinfall für die Beleuchtung des Felsen wichtig. Wir mussten das nehmen, was vorhanden war. Sowas geht bei entsprechender Planung besser.

Eine kleine Anmerkung am Rande:

 

2017 gibt es am Regenstein keinen Handyempfang. Die Tour war komplett mit OSM und GPS geplant.

 

Vor Ort, den Großen Sandhöhlen haben wir die Position geprüft - Handy, OSM und GPS. Sowas dauert und wir haben auf den Handys rungedaddelt.

 

Nebenan, ein paar Meter weiter, wurden Girlis nervös: "Was machen die da, hier ist doch gar kein Handyempfang!" Die haben auf ihren

Handys wild rumgehämmert und es einfach nicht begriffen! GPS <> Handyempfang.

 

Tja. Das ist dann so.

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